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Bewertungskriterien

Grundsätze der Bewertung

Bewertung ist ein Teil des Lernens und bringt zum Ausdruck, in welchem Ausmaß die einzelnen Schülerinnen und Schüler die Lernziele und Leistungsanforderungen im Bereich der persönlichen, sozialen und methodischen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie in Arbeits- und Lernsituationen und für die berufliche und persönliche Entwicklung erreicht bzw. erfüllt haben. Jede Note dient der Schülerin bzw. dem Schüler als Orientierungshilfe für den eigenen Lernfortschritt und die Selbsteinschätzung und fördert die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung. Die einzelne Bewertung ist ein pädagogisches Fachurteil der Lehrperson. Vom Klassenrat koordinierte Differenzierung und Individualisierung werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Art. 1 Mitteilung der Bewertungskriterien
Zu Beginn des Schuljahres bzw. zu Beginn eines Ausbildungsblockes werden die Bewertungskriterien für die verschiedenen Formen der Leistungsfeststellung den Schülerinnen bzw. den Schülern erläutert (idealerweise in schriftlicher Form). Die Mitarbeitsnote muss nachvollziehbar und transparent vergeben werden.

Art. 2 Formen der Leistungsbeurteilung
Die Beurteilung der Leistungen der Schülerin bzw. des Schülers in den einzelnen Unterrichtsfächern und allfälligen Fächergruppierungen sowie Kompetenzbereichen gewinnt die Lehrkraft durch in die Unterrichtsarbeit eingeordnete mündliche, schriftliche und praktische oder nach anderen Arbeitsformen (z.B. Mitarbeit) ausgerichtete Leistungsfeststellungen. Maßstab für die Leistungsbeurteilung sind die Forderungen des Lehrplans.
Die Leistungsfeststellungen werden ausgewogen über den Beurteilungszeitraum verteilt.

Art. 3 Verteilung der Leistungsbeurteilungen in unterschiedlichen Fächern
In den Fächern Deutsch, Englisch, Italienisch und Mathematik werden mindestens 2 mündliche und 2 schriftliche Leistungsbeurteilungen pro Semester bzw. mindestens 1 schriftliche und 1 mündliche Note pro Ausbildungsblock durchgeführt.
In allen anderen Fächern, die an der Fachschule für Obst-, Wein- und Gartenbau Laimburg unterrichtet werden, finden pro Semester mindestens 3 Leistungsbeurteilungen bzw. pro Ausbildungsblock mindestens 2 statt. Ausnahme bilden das Fach Geschichte in der 1. Klasse und das Fach Informations- und Kommunikationstechnologie in der 2. und 3. Klasse, wo 2 Noten pro Semester vergeben werden.
Als mündliche Leistungsnachweise gelten unter anderem: Prüfungsgespräche, Präsentationen, Vorträge u.a.m.
Als schriftliche Leistungsnachweise gelten unter anderem: Tests, Schularbeiten, Lückentexte, Diktate, Zettelarbeiten, Blitztests, Ausarbeitung eines Arbeitsauftrages u.a.m.
Als praktische Leistungsnachweise gelten unter anderem: praktische Arbeiten, Erkennungsstraßen u.a.m.

Art. 4 Verteilung der Schularbeiten pro Tag und Woche und Bekanntgabe der Ergebnisse
Innerhalb einer Woche finden in der Regel nicht mehr als drei Schularbeiten und innerhalb eines Tages nicht mehr als eine Schularbeit statt. Schriftliche Arbeiten werden den Schülerinnen bzw. den Schülern nach einer Woche korrigiert, bewertet zur Einsicht und Stellungnahme zurückgegeben. Die Ergebnisse von mündlichen und praktischen Prüfungen werden ihnen innerhalb des Schultages mitgeteilt. Unmittelbar nach Ferien, Sonn- und Feiertagen werden keine mündlichen oder schriftlichen Leistungsbeurteilungen stattfinden, außer sie werden zwischen Schülerinnen bzw. Schülern und Lehrpersonen im Voraus vereinbart.

Art. 5 Vorgehen bei Leistungsfeststellungen mit mehrheitlich ungenügender Beurteilung
Wenn die Leistungen von mehr als der Hälfte der Schülerinnen bzw. der Schüler bei einer schriftlichen oder grafischen Leistungsfeststellung mit „ungenügend“ zu beurteilen sind, so wird die Leistungsfeststellung mit neuer Aufgabenstellung wiederholt und die ersten Noten werden im persönlichen Register vermerkt (mit annulliert versehen) und nicht gewertet.

Art. 6 Leistungsbeurteilung nicht erbrachter Leistungen
Nicht erbrachte Leistung (z.B. Abgabe einer leeren Lernzielkontrolle oder Verweigerung einer mündlichen Prüfung) wird beurteilt.

Art.7 Leistungsbeurteilung vorgetäuschter Leistungen
Vorgetäuschte (erschwindelte Leistungen) Leistungen werden nicht beurteilt.

Art. 8 Regelung für Lernende mit Migrationshintergrund
Schülerinnen bzw. Schüler mit Migrationshintergrund haben das Recht auf einen personenbezogenen Lehrplan. Dies bedeutet, dass die Ausgangslage der Schülerinnen bzw. Schüler in allen Fächern erhoben wird, dass Lernziele in den verschiedenen Fächern und Maßnahmen zu ihrer Umsetzung vom Klassenrat beschlossen werden und regelmäßig eine Überprüfung dieser Zielsetzungen erfolgt. Es ist rechtlich nicht möglich, Schülerinnen bzw. Schüler mit Migrationshintergrund nicht zu bewerten. Eine Ausnahme kann in einzelnen Fächern im 1. Semester gemacht werden. Die Sprachkenntnisse der Schülerin bzw. des Schülers dürfen kein Grund für eine negative Bewertung in einem Fachgegenstand bzw. für die Nichtversetzung in die nächsthöhere Klasse sein.

Art. 9 Regelungen für Lernende mit klinischem Befund oder Funktionsdiagnose
Wird eine Schülerin bzw. ein Schüler mit klinischem Befund oder Funktionsdiagnose am Ende des 1. oder/und 2. Semesters bzw. am Ende eines Ausbildungsblockes negativ beurteilt, so werden eine schriftliche Begründung und die Evaluation mit den anstehenden Maßnahmen bereits zu den Bewertungskonferenzen mitgebracht. Für die restlichen Schülerinnen bzw. Schüler wird die schriftliche Begründung der negativen Beurteilung am Ende des 2. Semesters bzw. am Ende eines Ausbildungsblockes zur Notenkonferenz verfasst und mitgebracht. Sollten im Laufe des Schuljahres bzw. eines Ausbildungsblockes von einer Lehrkraft Änderungen im Rahmen des individuellen Bildungsplanes vorgenommen werden, so werden diese der zuständigen Integrationslehrkraft und den Erziehungsberechtigten mitgeteilt. Wird ein psychologisches Gutachten (Diagnose bzw. klinischer Befund) erst später im Laufe des Schuljahres bzw. Ausbildungsblockes von den Eltern eingereicht, werden eine gemeinsame Ausgangslage und der individuelle Bildungsplan vom Klassenrat erstellt. Mit den vereinbarten Maßnahmen kann erst nach der Einverständniserklärung der Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen durch die Erziehungsberechtigten begonnen werden.

Art. 10 Mindestmaß an Anwesenheit und Leistungsnachweisen
Für die Schlussbewertung in jedem einzelnen Fach oder in jeder Fächergruppierung sowie in jedem Kompetenzbereich und für die Zulassung zur Abschlussprüfung ist es erforderlich, dass eine Schülerin bzw. ein Schüler in jedem Fach oder in jeder Fächergruppierung sowie in jedem Kompetenzbereich und pro Schuljahr bzw. Ausbildungsblock mindestens vier Fünftel der Zeit am Unterricht teilgenommen hat und die vorgesehene Mindestzahl an Leistungsnachweisen erbracht (in begründeten Fällen kann der Klassenrat davon absehen). Der Schülerin bzw. dem Schüler werden für die Erreichung der Mindestzahl an Leistungskontrollen mindestens zwei Ersatztermine pro Semester bzw. wird mindestens ein Ersatztermin pro Ausbildungsblock angeboten und im Klassenregister (evtl. im Mitteilungsheft) festgehalten. Falls sie bzw. er diese bzw. diesen nicht wahrnimmt, wird es im Klassenregister (evtl. im Mitteilungsheft) vermerkt.

Art. 11 Schlussbewertung
Bei der Entscheidung der Schlussnote werden die Jahresleistung, die Gesamtentwicklung und der Reifegrad der Schülerin bzw. des Schülers während des ganzen Schuljahres bzw. Ausbildungsblockes berücksichtigt.

Art. 12 Nichtversetzung
Eine Schülerin bzw. ein Schüler wird in die nächsthöhere Klasse versetzt, wenn sie bzw. er in allen Fächern, gegebenenfalls Fächergruppierungen oder Kompetenzbereichen und im Betragen eine positive Beurteilung aufweist.

Art. 13 Notenskala
Für die Beurteilung der Leistungen der Schülerinnen bzw. der Schüler ist-sowohl bei der Gesamtleistung als auch bei Einzelleistungen- die Notenskala von 4 bis 10 zu verwenden. Für die Bewertung des Verhaltens bzw. Betragens wird die Notenskala von 5 bis 10 verwendet.
Die Note „10“ bedeutet, dass eine Schülerin bzw. ein Schüler in allen Bereichen auch sehr anspruchsvolle Lernziele sicher erreicht und Kompetenzen sicher erworben hat, alle im Unterricht besprochenen Inhalte bezogen auf den Lehrplan beherrscht, sie selbstständig verarbeiten, mit eigenem Wissen ergänzen, auf andere Gebiete übertragen und zielführend anwenden kann.
Mit der Note „9“ sind Leistungen und Kompetenzen zu beurteilen, mit denen die Schülerin bzw. der Schüler die gestellten Anforderungen bezugnehmend auf den Lehrplan in der Anwendung des Lehrstoffes und in der Durchführung der Aufgaben in besonderem Maße erfüllt, in allen Bereichen auch anspruchsvolle Ziele sicher erreicht hat, die im Unterricht besprochenen Inhalte beherrscht, sie selbstständig verarbeiten, auf andere Gebiete übertragen und zielführend anwenden kann.
Die Note „8“ bedeutet, dass eine Schülerin bzw. ein Schüler anspruchsvolle Lernziele bezogen auf den Lehrplan weitgehend erreicht hat, die Inhalte kennt und weitgehend die Fähigkeit besitzt, Kenntnisse selbstständig zu verarbeiten.
Mit der Note „7“ sind Leistungen und Kompetenzen zu beurteilen, mit denen die Schülerin bzw. der Schüler die gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes bezogen auf den Lehrplan und in der Durchführung der Aufgaben in den wesentlichen Bereichen zur Gänze erfüllt.
Die Note „6“ bedeutet, dass eine Schülerin bzw. ein Schüler die grundlegenden Lernziele erreicht und die grundlegenden Kompetenzen in den meisten Bereichen erworben hat und einfache Inhalte beherrscht.
Die Note „5“ bedeutet, dass eine Schülerin bzw. ein Schüler die grundlegenden Lernziele eines Faches oder einer Aufgabenstellung und die grundlegenden Kompetenzen des Lehrplans zum Großteil nicht erreicht hat, die Inhalte nur lückenhaft beherrscht und große Unsicherheiten in der Anwendung des Gelernten zeigt. Die Note bringt zum Ausdruck, dass der Schülerin bzw. dem Schüler wichtige Grundlagen fehlen, dass ihm jedoch unter bestimmten Umständen (etwa bei entsprechender Bemühungen) zugemutet werden kann, die bestehenden Mängel in absehbarer Zeit zu beheben.
Mit der Note „4“ werden völlig ungenügende Leistungen und Kompetenzen beurteilt. Somit sind mit der Note „4“ Leistungen zu beurteilen, die in keiner Weise den Anforderungen des Lehrplanes der jeweiligen Klassenstufe entsprechen. Wesentliche Grundlagen eines Faches fehlen.


Kriterien für die Zuweisung der Betragensnoten 10 bis 5

Verhalten bedeutet gutes Benehmen, soziales Verhalten in der Schulgemeinschaft und aktive und konstruktive Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Es bedeutet nicht Mitarbeit in einem Fach, meint nicht Arbeitsverhalten und Fachinteresse und resultiert auch nicht aus den erbrachten Leistungsfeststellungen in einem Fachgegenstand.

Folgende Aspekte fließen in die Betragensnote ein: Beachtung der Schulordnung, Einhalten von Vereinbarungen und Abmachungen, Bereitschaft zur Einsicht, Bereitschaft aus Fehlern oder Fehlverhalten zu lernen, soziales Verhalten in der Schulgemeinschaft, Rücksichtnahme und Toleranz, Konfliktlösungsfähigkeit, Pünktlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Verlässlichkeit, Kritikfähigkeit, Fähigkeit, Kompromisse zu finden und zu akzeptieren, aktive und konstruktive Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Der Klassenvorstand schlägt auf der Grundlage des Verhaltens einer Schülerin bzw. eines Schülers in und außerhalb der Klasse und bezogen auf die Schulgemeinschaft eine Bewertung des Betragens und des sozialen Verhaltens vor. Die Note wird durch Mehrheitsbeschluss vergeben. Durch die Bewertung soll das Verhalten der Schülerin bzw. des Schülers beurteilt und eine Aussage getroffen werden, inwieweit das persönliche Verhalten und ihre bzw. seine Einordnung in die Klassengemeinschaft den Anforderungen der Schule entsprechen, welche in der Schulordnung festgehalten sind.

Kriterien für die Zuteilung der Bewertung: „10“

  • Einhaltung der Schulordnung
  • Besonders korrektes Verhalten den Mitmenschen gegenüber
  • Besonders respektvolles Verhalten anderen gegenüber
  • Regelmäßiger Schulbesuch
  • Keine Vermerke1 und keine Eintragungen2 im Notenregister bzw. im Klassenbuch
  • Pünktlichkeit
  • Besonders konstruktive Zusammenarbeit mit anderen
  • Besonderer Einsatz für das Allgemeinwohl (Übernahme von Aufgaben und Pflichten in der Gemeinschaft)

Kriterien für die Zuteilung der Bewertung: „9“

  • Leichte Verletzung Schülercharta und Schulordnung mit merkbarer Einsicht und Besserung
  • Höchstens 1 Vermerk und höchstens 1 Eintragung im Notenregister bzw. im Klassenbuch mit merkbarer Einsicht und Besserung
  • Kein vorübergehender Schulausschluss
  • Grundsätzlich regelmäßiger Schulbesuch
  • Pünktlichkeit
  • Konstruktive Zusammenarbeit mit anderen
  • Einsatz für das Allgemeinwohl (Übernahme von Aufgaben und Pflichten in der Gemeinschaft)

Kriterien für die Zuteilung der Bewertung „8“

  • Insgesamt korrektes Verhalten
  • einzelne Verstöße gegen Schülercharta und Schulordnung: wiederholte Verspätungen, Vermerke und/oder Eintragungen (1-3), unentschuldigte Absenzen (1-4 Tage)

Kriterien für die Zuteilung der Bewertung: „7“

  • Ab 4 Eintragungen im Klassenbuch
  • Schriftliche Rüge bzw. vorübergehender Schulausschluss durch den Direktor oder durch den Klassenrat (inklusive Brief an die Erziehungsberechtigten)
  • Das Schulleben stark beeinträchtigende und den Erziehungs- und Bildungsauftrag behinderndes Verhalten auch außerhalb des Unterrichts (vor oder nach dem Unterricht, in den Pausen, bei schulbegleitenden Veranstaltungen)
  • Schädigung des Images der Schule nach außen durch Fehlverhalten im Unterricht bzw. bei außerschulischen Veranstaltungen
  • Körperlich oder psychisch schädigendes Verhalten für andere

Kriterien für die Zuteilung der Bewertung: „6“

  • Wiederholte grobe Verstöße gegen Schülercharta und Schulordnung mit wenig Einsicht und mehrere schwerwiegende Eintragungen im Notenregister bzw. im Klassenbuch
  • Wiederholte Disziplinarmaßnahmen ohne merkbare Einsicht und Besserung oder
  • Wiederholte Ausschlüsse von der Schule durch den Direktor bzw. Klassenrat (Brief an die Erziehungsberechtigten)
  • Wenn eine Schülerin bzw. ein Schüler durch ihr bzw. sein Verhalten die Mitschülerinnen bzw. die Mitschüler körperlich oder psychisch schädigt
  • Schwerwiegende, das Schulleben stark beeinträchtigende und den Erziehungs- und Bildungsauftrag behinderndes Verhalten auch außerhalb des Unterrichts (vor oder nach dem Unterricht, in den Pausen, bei schulbegleitenden Veranstaltungen)


Kriterien für die Zuteilung der Bewertung: „5“

  • Wiederholte Ausschlüsse von der Schule durch den Direktor bzw. Klassenrat (Brief an die Erziehungsberechtigten) von wenigstens 15 Tagen ohne merkbare Einsicht und Besserung
  • Begehen strafbarer Handlungen
  • Anleitung zu strafbaren Handlungen

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